Orientteppich Fachterminologie
Ladik: Türkei, westliches Zentralanatolien
Lah: Begriff für Knüpfdichte bei der Proveneinz Nain
Lakharb-Güll: abgewandeltes Turkmenen-Güll
Längskanten: siehe Schirazi
Langri: indische Bezeichnung für Djufti-Knoten
Lale: türkisch für "Tulpe", häufiges Musterelement im türkischen Teppich
Lale-devri: "Tulpenzeit", türkische Kunstepoche von 1708-1730
Lama: Priester der lamaistischen Ausprägung des Buddhismus in Tibet
Lambrequin: französisch; Behang vor Fenstern und Durchgängen, meist mit Quasten/Troddeln
Längssymmetrie: spiegelbildliche Längsaufteilung des Musters
Lanzettblatt: pflanzliches Ornament
Laufender Hund: reziprokes, mäanderndes Bordürenmuster
Laver: Verballhornung des Provenienznamens Ravar, wahrscheinlich abgeleitet von "Kirman lavé" (französisch: "gewaschen", hier: "veredelt")
Läufer: länglicher Teppich, z.B. für Flure, auch Galerie genannt
Lebensbaum: häufiges Teppichmuster, symbolischer Hinweis auf das Paradies
Leinenbindung: einfachste Textilwebart mit sich alternierend kreuzenden Kett- u. Schußfäden
Lesghier-Stern: Primärmotiv im kaukasischen Lesghi(er)-Teppich
Lettenmair, J.G.: Autor von "Das große Orientteppichbuch", München 1962
Lhasa: Hauptstadt von Tibet
lines: hier: Knotenanzahl pro Fuß (30,5 cm) in Schußrichtung, nur in China gebräuchlich
Lorenz, H.A.: Autor von "A View of Chinese Rugs", London 1972
Lotosblume: (nelumbo nucifera) eine Seerosenart, häufiges Floralornament in Orientteppichen
Lotto-Teppiche: Orientteppiche, die auf Gemälden von Lorenzo Lotto (1480-1556) abgebildet sind
Löwe: Herrschersymbol in Orientteppichen, persisch "Schir"
Lulebaff: geschichtete Knüpfung (lule = persisch für "Rohr")
Luri-chabi: Felderaufteilung in Luri-Teppichen
Luri-Keschti: Rautenrapport in Luri-Teppichen
Luren: Volksstamm im West-Iran, bezeichnen sich als Nachfahren der Meder, Unterstämme: Balakariveh, Biranvand, Kuhgiluyeh, Lak, Manassani, Sakvand
Lüster Florglanz
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